ARBEIT UND MEHR Karin Pitschel und Marlis Krause Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung GmbH

Vergleichen - aber richtig!

Als Bewerber in der Zeitarbeit ist es oft nicht einfach, herauszufinden, welches Zeitarbeitsunternehmen das richtige ist und vor allem, wie es wirklich um den Verdienst steht. Allein die Nennung eines Stundenlohnes spiegelt oft nicht wieder, was vom gezahlten Lohn übrig bleibt. Die Tarifverträge in der Zeitarbeit gewähren den Zeitarbeitsunternehmen viel Spielraum in der Gestaltung des Arbeitsvertrages. So ist es wichtig, mehrere Faktoren miteinander zu vergleichen.

Wir geben Ihnen einen Leitfaden mit Fragen an die Hand, die wichtig sind für einen Vergleich und Ihre Entscheidung.


Zum Vertrag:

  • Wie hoch ist mein Stundenlohn?
  • In welcher Tarifgruppe werde ich eingeordnet?
  • Für welche Tätigkeiten ist diese Tarifgruppe gedacht?
  • WICHTIG: Nicht Ihre Qualifikation ist ausschlaggebend, sondern die Tätigkeit, für die Sie vorgesehen sind. Tarifgruppe I im BZA-Tarifvertrag ist zum Beispiel für ungelernte, einfachste Tätigkeiten gedacht. "Normale" kfm. Tätigkeiten spielen sich in den TG 3 - 5 ab.
  • Handelt es sich beim Stundenlohn um einen festen Betrag oder um einen Grundlohn mit Zulage(n)?
  • Bekomme ich diese Zulage(n) auch bei Urlaub, Feiertag, Krankheit oder wenn mal kein Einsatz da ist?
  • Handelt es sich bei den Zulagen auf den Stundenlohn um eine Einsatzzulage oder eine freiwillige Zulage?
  • Auf wie viele Stunden pro Monat wird mein Vertag ausgestellt?
  • BERECHNUNG: Stundenlohn (Grundlohn) x garantierte Stundenanzahl = Bruttolohn. Nur mit diesem Betrag können Sie dauerhaft fest kalkulieren.
  • Was passiert mit meinen Mehrstunden?
  • WICHTIG: Alle Arbeitsstunden, die Sie über die garantierte Stundenzahl hinaus arbeiten, fließen erst einmal auf das Zeitkonto und kommen erst dann zur Auszahlung, wenn kein Einsatz vorhanden ist.
  • Ab wann werden Überstunden bezahlt?
  • Gibt es zusätzliches Fahrgeld und in welcher Höhe?
  • Gibt es sonstige steuerfreie Zulagen (Verpflegungsmehraufwand) und wie lange werden diese gewährt?
  • Werden Fahrgeld und z. B. Verpflegungsmehraufwand mit meinem Stundenlohn verrechnet oder bekomme ich diese Gelder zusätzlich?
  • Gibt es einen Zuschuss zur Altersvorsorge oder VWL?
  • Wie hoch ist mein garantierter Nettoverdienst?
  • Ist der Vertrag befristet, wie lange?
  • Ist der Vertrag nur für einen Einsatz befristet?
  • Wie sind meine Kündigungsfristen?
  • Wie ist die Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit?


Zur Zusammenarbeit:

  • Bewerberphase
  • Wie geht es mit meiner Bewerbung ganz konkret weiter?
  • Wann kann ich mit einem ersten Feedback rechnen?
  • Wie sind meine Chancen?
  • Wann würde ich eine Absage bekommen?
  • Habe ich einen festen Ansprechpartner?
  • WICHTIG: Einen festen Ansprechpartner zu haben, dem man vertrauen kann, ist enorm wichtig, gerade wenn man sich nicht so häufig sieht!
  • Gibt es in Nichteinsatzzeiten (Leerlaufzeiten) Weiterbildungsmöglichkeiten?
  • Wie ist der Rhythmus für die Gehaltsabrechnungen?
  • Was passiert, wenn es im Einsatz einmal schwierig werden sollte?
  • Werde ich auf die Einsätze und Vorstellungsgespräche vorbereitet?


Zum Bauchgefühl:

  • Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl! Es wird Sie nicht so schnell täuschen.
  • Wurde ein qualifiziertes Bewerberinterview mit mir geführt, meine Kenntnisse, Fähigkeiten und Ziele erkannt und festgehalten?
  • Fühle ich mich fachlich und sozial verstanden?
  • Habe ich das Gefühl, dass sich mein Gegenüber und das Unternehmen für mich einsetzen wird?
  • Herrscht insgesamt in diesem Unternehmen eine positive Atmosphäre?